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09.03.2006 09:09

Wellness-Urlaub in der Rehaklinik


Diese Prognosen präsentierte das Institut für Freizeitforschung aus München auf der weltgrößten Touristikmesse, der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin. Zum Vergleich: Im Jahr 2002 hatten nach Berechnungen des Instituts etwa 1,6 Millionen Deutsche eine gesundheitsorientierte Urlaubsreise unternommen.

Allerdings, so schätzen Experten, werde die Nachfrage nach reinen Entspannungsangeboten in Zukunft nicht weiter wachsen. Die neue Entwicklung heißt Medical Wellness: Urlaubsreisen mit medizinischem Programm wie Rückengymnastik oder Physiotherapie. Auf einen Medical-Wellness-Boom hoffen nicht nur Hotels. »Besonders Rehakliniken in attraktiven Kurorten können von dieser Entwicklung profitieren«, sagt Kai Illing, Inhaber des Lehrstuhls für Gesundheitsmanagement im Tourismus in Graz. Zurzeit seien rund 30 Prozent aller Betten in deutschen Rehakliniken nicht belegt. Durch Medical-Wellness-Angebote könne diese Zahl um ein Drittel reduziert werden, so Illing. »Hier steckt enormes wirtschaftliches Potenzial.«

Die Kliniken wollen den Anteil der Selbstzahler unter ihren Patienten erhöhen. »Gerade für ländliche Kliniken bietet Medical Wellness ein attraktives ökonomisches Standbein«, sagt Lutz Lungwitz, Vorsitzender des vor kurzem gegründeten Deutschen Medical Wellness Verbandes. Ziel des Verbands sei es, »durch ein neues Zertifikat den Begriff Medical Wellness vor Verwässerung zu schützen«. So sollen die Grenzen zwischen medizinischen und reinen Wohlfühlangeboten klarer werden. »Medical Wellness ist Urlaub unter ärztlicher Aufsicht«, betont Lungwitz.

© 2006 Financial Times Deutschland


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