08.12.2005 13:26

Gesundheitstourismus in Deutschland


Innerhalb weniger Jahre hat das gestiegene Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung zu einer Vielzahl neuer gesundheitstouristischer Angebote geführt. „Endlich ausspannen, den Alltag vergessen und die Seele baumeln lassen.“ So oder ähnlich werben heute Reiseveranstaltung, Kurorte, Hotels und Day-Spas für ihre Produkte. „Der Kunde hat dabei die „Qual der Wahl“ – ob Wellness-, Fitness- oder klassische Kurangebote, die Grenzen sind vielfach fließend“, so der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) Tilo Braune, anlässlich der Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung in Warnemünde stattfindet.

Das starke Kundeninteresse und die damit verbundene Hoffnung vieler, dadurch Geld zu verdienen, ruft aber auch „schwarze Schafe“ auf den Plan. Verschiedene Wellness-Gütesiegel und Qualitäts-Labels versuchen dem Verbraucher in der Angebotsvielfalt Orientierung zu geben. Der DTV unterstützt dabei die Bemühungen des DEHOGA Bundesverbandes Deutschland durch eine anspruchsvolle Verbandsdefinition für Wellness-Hotels den Markt transparenter zu machen. Für den Bereich Medical Wellness ruft der Deutsche Tourismusverband die Fachorganisationen zur Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards auf.

Rund 150 Institute bieten laut Schätzung des Deutschen Wellness Verbandes Lehrgänge im Bereich der Wellness-Berufe an. In einer so genannten Akreditierungskampagne hat der Wellness Verband begonnen, Lehrgänge diverser Anbieter zu testen. Braune appelliert an die Branche, diese Qualitätsmaßnahme zu unterstützen und übersichtlicher zu gestalten.

Laut Koalitionsvertrag soll die Prävention zukünftig zu einer eigenständigen Säule der gesundheitlichen Versorgung ausgebaut werden. Auch unter dem Eindruck der demographischen Entwicklung wird Eigenverantwortung für die Gesundheit immer wichtiger. „Qualitätsgeprüfte Angebote können dabei für den Gast einen wichtigen Beitrag zu dieser Eigenverantwortung leisten. Sie ermöglichen den Betrieben auch eine Einschätzung des eigenen Produktes und bieten ihnen Anreize zur Qualitätssicherung und -steigerung“, so Tilo Braune.

Glaubt man den Aussagen von Trend- und Zukunftsforschern handelt es sich bei dem Bedürfnis nach Wohlfühlprogrammen keineswegs um einen kurzlebigen Trend. Auch der Deutsche Tourismusverband geht davon aus, dass die Nachfrage an gesundheitstouristischen Angeboten steigen wird, wobei die Grenzen zum Erholungstourismus in vielen Fällen fließend sind. Verglichen mit dem Erholungsurlaub ist der Gesundheitsurlaub ein anspruchsvolles, aber immer noch wachsendes Nischenprodukt, so das Resümee von DTV-Präsident Tilo Braune. Nur flexible, sehr zielgruppenspezifische Programme mit entsprechend hochqualifziertem Fachpersonal sichern den langfristigen Erfolg des Gesundheitstourismus in Deutschland.

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Deutscher Tourismusverband e.V.
Claudia Gilles
Tel. 02 28 / 985 22 -10 / -11
gilles@deutschertourismusverband.de


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